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7 Fragen zum 7. Oktober
#7about7oct

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Folgen für die isr. Gesellschaft und die Diaspora 

Die unfassbaren Ereignisse des 7. Oktober 2023 haben tiefe Wunden in der israelischen Gesellschaft hinterlassen und zu einer Traumatisierung der Bevölkerung sowie einer Retraumatisierung der Juden in der Diaspora geführt. Dies war der schwerste tödliche Übergriff gegen Juden seit der Shoah. Er richtete sich nicht nur gegen Israel und die jüdische Gemeinschaft, sondern auch gegen westliche Werte, wie Menschlichkeit, Demokratie und Fortschritt. Israel befindet sich seitdem in einem Sieben-Fronten-Krieg und muss ständige Angriffe abwehren, nicht nur gegen die Hamas im Gazastreifen, sondern auch gegen ihre Unterstützer im Westjordanland, in Syrien, im Irak im Iran, sowie gegen die von der Islamischen Republik unterstützte Hisbollah im Libanon und die Huthi im Jemen.

 

Jeder menschliche Verlust in diesen Auseinandersetzungen ist für Israel besonders schmerzhaft, da das Land aufgrund seiner geographisch kleinen Größe und geringen Bevölkerungszahl stark betroffen ist. Über 200.000 Israelis sind inzwischen zu Binnenflüchtlingen geworden.

 

Gleichzeitig ist weltweit ein brutaler Antisemitismus entflammt, der sich gesellschaftsübergreifend in verschiedenen Formen äußert: von extrem rechten und linken Positionen über akademische und intellektuelle Kreise bis hin zu muslimisch geprägtem Umfeld, woken und queeren Bewegungen, die zunehmend den mehrheitsgesellschaftlichen Diskurs beeinflussen.

Diese Radikalisierung hat zu einer fortlaufend steigenden Gewaltbereitschaft geführt, die sich in verbalen, physischen und sogar tödlichen Angriffen auf Juden manifestiert, wie im Dezember 2025 in Sydney am Bondi Beach.

 

Juden in der Diaspora fühlen sich zunehmend unsicher, allein gelassen und sehen sich Übergriffen sowie mangelnder Empathie und Solidarität ausgesetzt. Sie werden oft zur Projektionsfläche für die Geschehnisse in Israel und dem Nahen Osten.


Sie können die ausführliche Langversion als PDF herunterladen. Sie enthält zusätzlich alle Quellenverweise.

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"Schlimmster Angriff auf

  Juden seit der Shoah"

Triggerwarnung:
Am Morgen des 7. Oktober 2023 führte die militante islamo-faschistische Terrororganisation Hamas einen beispiellosen Angriff auf den Süden Israels durch, der als der schwerste tödliche Übergriff gegen Juden seit der Shoah in die Geschichte eingehen wird. Bei diesem Überraschungsangriff, der mit dem massiven Abfeuern von über 5.000 Raketen aus dem Gazastreifen begann, zielten die Terroristen gezielt auf zivile Einrichtungen, wie Kibbuzim und das Nova-Festival, wo vorwiegend junge Menschen anwesend waren. Unter der Deckung dieses Raketenhagels durchbrachen die Angreifer die Grenze und verübten unvorstellbare Gräueltaten.

 

Mehr als 1.200 Menschen unterschiedlicher Herkunft, größtenteils Israelis, Juden, aber auch Muslime, Drusen, Beduinen und Gastarbeiter, wurden auf bestialische Weise ermordet, und 251 Personen, Männer, Frauen, Greise und Kinder, wurden als Geiseln nach Gaza verschleppt. Die Brutalität des Angriffs übertraf jede Vorstellungskraft: ganze Familien wurden ausgelöscht, Menschen wurden vor den Augen ihrer Angehörigen durch Folterungen getötet, verstümmelt und verbrannt. Alles Lebendige, Mensch und Tier, erlebte schreckliches Leid vor ihrem qualvollen Tod. Besonders erschreckend war der gezielte Einsatz sexualisierter Gewalt, mit der die Angreifer Macht und Willkür demonstrierten, um ihre Opfer zu erniedrigen und zu entmenschlichen. Frauen und Männer wurden vergewaltigt, verstümmelt und anschließend ermordet; selbst ihre Leichen wurden weiter geschändet.

 

Die Terroristen hinterließen eine Spur des Grauens: Sie töteten innerhalb weniger Stunden Kinder vor den Augen der Eltern, Eltern vor ihren Kindern, verbrannten und verstümmelten noch lebende Menschen. Häuser wurden in Brand gesetzt, wodurch Menschen entweder lebendig verbrannten oder am Rauch erstickten. Besonders barbarisch war das Vorgehen gegen die Schwächsten: Babys wurden in Öfen verbrannt, einigen Kleinkindern wurden lebend Gliedmaßen abgetrennt, einer schwangeren Frau zunächst die Brüste abgeschnitten und dann der Bauch aufgeschlitzt, um erst das Ungeborene vor ihren Augen und dann sie selbst zu töten.


Nicht nur Frauen und Mädchen, sondern auch Männer und Jungen, erlebten extremste Form der sexualisierten Gewalt: sie wurden systematisch und auf grausamste Weise vergewaltigt, gefoltert und erniedrigt, bevor sie u.a. vor ihren Familienangehörigen ermordet wurden.

Häufig wurden den Frauen zunächst die Brüste abgetrennt, – z.B. mit einem Teppichmesser –, während Gruppenvergewaltigungen fortgesetzt wurden, um dann ihre Geschlechtsorgane gezielt zu verstümmeln. Nägel und Messerstiche fanden sich in den Körpern, v.a. im Beckenbereich der Opfer.

 

Das wahre Ausmaß der Barbarei wird sich erst in den nächsten Jahren offenbaren, auch wenn jetzt schon bekannt ist, dass diese Menschen vor ihrem Tod kaum in Worte fassbare Qualen erleiden mussten.

(https://www.civilc.org/silenced-no-more/executive-summary; Stand: Mai 2026)
Aus religiösen Gründen wurden die Opfer des Massakers vom 7. Oktober 2023 so schnell wie möglich beigesetzt, um den jüdischen Bestattungsritualen gerecht zu werden. Aufgrund des Ausmaßes des Massakers und der enormen Zahl an Opfern war es jedoch kaum oder nicht möglich, eine ausführliche Autopsie und eine eindeutige Identifikation aller Körper durchzuführen.



Die schiere Menge an Toten überforderte die Kapazitäten der zuständigen Behörden und ermöglichte nur eine begrenzte Untersuchung der Umstände jedes einzelnen Todesfalls. Aus Respekt vor den Toten, den Überlebenden und den Angehörigen wurden z.T. keine Foto-/Videoaufnahmen der Verstorbenen veröffentlicht bzw. dann aus dem Netz genommen, um die Hinterbliebenen nicht weiter zu traumatisieren.

 

Die oben beschriebenen Gräueltaten wurden von den Terroristen gefilmt und in den sozialen Medien live gestreamt, wodurch sie weltweit Entsetzen hervorriefen. Zahlreiche „Zivilisten“, darunter vermeintliche Reporter, Ärzte und Fotografen, beteiligten sich aktiv an dem Massaker und der Entführung der Geiseln. Während die internationale Gemeinschaft zunächst schockiert war, feierte die palästinensische Zivilgesellschaft sowie viele Teile der muslimischen Welt dieses unermessliche Blutbad.

 

Seit dem Angriff wurden 85 Geiseln von der Hamas oder dem Palästinensischen Islamischen Dschihad ermordet. Einige Leichen konnten trotz schwerer Verstümmelungen gerettet werden, einige Körper konnten aufgrund erheblicher Verstümmelungen nicht identifiziert werden. Einige Menschen waren über zwei Jahre lang als Geiseln unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Die sterblichen Überreste der letzten Geisel wurden erst am 26.01.2026 nach Israel zurückgebracht. 

QUELLEN:

 

Ministry of Foreign Affairs

https://www.gov.il/en/departments/ministry_of_foreign_affairs/govil-landing-page

Swords of Iron: Civilian Casualties

https://www.gov.il/en/pages/swords-of-iron-civilian-casualties


Swords of Iron: IDF Casualties

https://www.gov.il/en/pages/swords-of-iron-idf-casualties

 

Topografie des Grauens:

Es existieren zahlreich Berichte der Zeugen und Überlebenden des Massakers. Nutzen Sie folgende Quellen, um die Schauplätze der Angriffe zu besuchen und die Fakten über die Einzelschicksale zu erfahren. Bitte beachten Sie, dass es sich um ein laufendes Projekt handelt und unsere Daten ständig aktualisiert werden. Wenn Sie zusätzliche Informationen haben, teilen Sie uns diese bitte mit:

 

Mapping the Massacre

https://siebteroktober.de/

https://oct7map.com/

Woman Stories: https://oct7map.com/women

 

‘Screams Without Words’: How Hamas Weaponized Sexual Violence on Oct. 7

https://www.nytimes.com/2023/12/28/world/middleeast/oct-7-attacks-hamas-israel-sexual-violence.html

https://www.timesofisrael.com/in-harrowing-detail-nyt-shows-weaponization-of-rape-sexual-violence-during-oct-7/

https://www.civilc.org/silenced-no-more/executive-summary

 

7. Oktober (mit englischen Untertiteln):

https://www.youtube.com/watch?v=SIntIu1H2o4

https://player.vimeo.com/video/964317851 

 

Interview:

Beweissammlung zu den Verbrechen des 7. Oktober Israel:

https://www.hrw.org/de/news/2024/01/31/interview-beweissammlung-zu-den-verbrechen-des-7-oktober-israel

 

GEISELN

https://www.bbc.com/news/world-middle-east-67053011

 

UNRWA

https://unwatch.org/unrwa-terrorgram/

https://unwatch.org/tag/unrwa/

https://unwatch.org/item7/




7 Fragen zum 7. Oktober

#7about7oct

Apartheid ?

Eine pluralistische Gesellschaft

"Ja, aber" ?

Der 7. Oktober: Ja, aber .:.

Freiluftgefängnis ?

Gaza und die Hamas

Genozid ?

Der Kampf gegen den Terror

Kolonialstaat ?

Die nationale Souverenität Israels

Illegale Siedlungen ?

Folge, nicht Ursache

Kein Existenzrecht ?

Schutz jüdischen Lebens

Quellennachweis Download

Literaturangaben

Bonusfragen zum 7.10.23
#7about7oct

Jude ?

Die Folgen für Juden weltweit

Gelbe Linien

Neue Verteidigungslinie in Gaza

7 postcard-set
#7about7oct



Mit freundlicher Unterstützung des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg
und der Karl-Bröger-Gesellschaft

Wir reden nicht über die Belange von Jüdinnen und Juden, sondern mit ihnen.

Dieses Projekt entstand unter aktiver Einbeziehung der jüdischen Gemeinschaft  in Nürnberg.

Über uns

Wir sind ein Kollektiv aus Einzelpersonen sowie Menschen, die in unterschiedlichen Organisationen tätig sind. Unser Ziel ist es, eine sachliche und differenzierte Debatte über den Nahen Osten zu fördern.

Gleichzeitig beobachten wir seit Monaten eine deutliche Zunahme antisemitischer Rhetorik. Dem möchten wir einen fairen, faktenbasierten und respektvollen Diskurs entgegensetzen.


In den vergangenen zwei Jahren haben wir uns intensiv mit den historischen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründen des Nahostkonflikts auseinandergesetzt. Aus dieser kontinuierlichen Arbeit ist eine fundierte Expertise entstanden, die wir nun in Form von Beiträgen und Unterrichtsmaterialien zugänglich machen möchten.


Gemeinsam mit überwiegend jungen Erwachsenen wurden in einem partizipativen Prozess Inhalte erarbeitet, die helfen sollen, die komplexen Zusammenhänge des Konflikts besser einzuordnen. Die Materialien unterstützen dabei, populistischen, verkürzten, diskriminierenden und antisemitischen Positionen argumentativ entgegenzutreten und einen reflektierten Umgang mit der Debatte zu fördern.


Wir laden dazu ein, unsere Beiträge und Unterrichtsmaterialien zu nutzen, weiterzuverbreiten und kritisch-konstruktiv zu begleiten. Ebenso freuen wir uns über Austausch, neue Perspektiven und Menschen, die sich einbringen möchten.!